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Donnerstag, 31. Dezember 2009
Geschrieben von: Karin Hehl, Buchloer Zeitung
Pressemitteilung der Buchloer Zeitung vom 31. Dezember 2009Â (www.all-in.de/nachrichten/allgaeu)
Ausstellung Buchloer zeigen großes Interesse – Exponate leiden unter der Feuchtigkeit
Buchloe In etwas mehr als vier Wochen waren über 250 Besucher in der Ausstellung „Not-Lösungen – Alltag im Nachkriegsdeutschland 1945 bis 1948“ ins Lindenberger Armenhaus gekommen.
Organisator Herbert Wintersohl freut sich über das große Interesse: „Das ist deutlich besser als erwartet, zumal nur sonntags für jeweils vier Stunden geöffnet ist.“ Besonders angetan ist er über das große Interesse der Schulklassen, „für die ich gerne und zu jeder Zeit öffne“.
Bereits am Tag der Eröffnung brachte Buchloes Altbürgermeister Franz Greif ein Foto mit, das ihn rudernd in einem „Paddelboot“ aus einem abwerfbaren Zusatztank auf der Gennach zeigt.
Milchkanne aus Lindenberg
Eine Lindenbergerin stellte eine Milchkanne aus der Nachkriegszeit als Leihgabe zur Verfügung. Es folgten eine Küchenreibe aus Jengen, die aus einer Konservendose hergestellt wurde, und ein Petroleumofen, der 1944 für eine Möbelschreinerei angeschafft wurde, weil es keine anderen Brennstoffe mehr zu kaufen gab. Neu in der Ausstellung ist auch ein Bügeleisen, das der aus Schlesien stammende Willi Großer einst in seiner Aussiedlerbaracke am Hochstattweg mit einem Stück Eisenbahnschiene fertigte.
Das Lindenberger Armenhaus hat sich als Ausstellungsraum bewährt – jedoch nur im Sommer. Für die jetzige Jahreszeit ist der Raum zu groß und zu schlecht isoliert, um mit dem dort stehenden Ofen beheizt zu werden. Wintersohl: „Deshalb war der Wunsch nach einer Holzspende berechtigt und fand auch großen Anklang. Eine Schulklasse brachte gleich einen großen Korb voll Holz mit.“
Neben der Temperatur bereitet dem Ausstellungsmacher vor allem die Feuchtigkeit große Probleme. „Je nachdem, wie sich das Wetter in den nächsten Monaten entwickelt, muss die Ausstellung sogar vorzeitig beendet werden, um die Schäden an den Originaldokumenten zu begrenzen“, sagt er. Geplant ist, die Exponate immer am Sonntagnachmittag bis Ende März zu zeigen.
Um dennoch allen die Möglichkeit zu geben, die Ausstellung anzuschauen, sind weitere Sonderöffnungszeiten geplant: Samstag, 2. und Sonntag 3. Januar jeweils von 13 bis 17 Uhr.